BEHERZT
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Gelbe Bürg

Gelber Berg bei Dittenheim

Von der Gelben Bürg, wie der Gelbe Berg, ein 628 Meter hoher Berg des Hahnenkammes südwestlich der Gemeinde Dittenheim liegend, auch genannt wird, bietet sich von einem fast ebenmäßigen Plateau ein fantastischer Ausblick auf die Gunzenhauser Ebene, das Fränkische Seenland und auch weit hinein ins Weißenburger Land. Die Größe dieses unter Schutz gestellten Landschaftsbestandteiles beträgt ca. 37,5 ha.

In alten Aufzeichnungen findet man den Namen "Gebenbürg", der angeblich davon herrührt, dass hier in frühester Zeit eine Fliehburg eines Franken namens Gebo gestanden haben soll; daraus leitet sich die heutige Bezeichnung "Gelbe Bürg" ab. Funde von Steinbeilen und Hornstein-Pfeilspitzen lassen auf eine Besiedlung des Berges bereits seit der Jungsteinzeit schließen. Auch vermutet man eine "Gießerei­werkstatt" während der Bronzezeit. Armringe, Keramikreste, Nadeln etc. deuten auf menschliche Behausungen in der Hallstattzeit hin, wo der Berg als Fluchtburg diente. Durch die Errichtung einer ständig bewohnten Gauburg, die den Alamannen (etwa 4. Jahrhundert) vermutlich als Stammesmittelpunkt diente, trägt die Gelbe Bürg eines der wenigen frühalamannischen Siedlungszeugnisse auf mittelfränkischem Boden. Schutz gab diese Fliehburg den Wehr­bauern aus den umliegenden Gemeinden. Mulden zeugen von früherer kleinflächiger Steingewinnung für den örtlichen Hausbau und es finden sich Hinweise auf Steinbrüche, Erzschürfungen und diverse andere Grabungen. Die Hochfläche der Gelben Bürg ist von niedrigem, dichtem Trockenrasen überzogen. Aufgrund der Schaf­beweidung finden sich auf dem trockenen, kalkreichen Boden sehr wenige Sträucher, jedoch außergewöhnliche Pflanzen­gesellschaften wie Weißdorn, Schlehe und Wildrose. Je nach Jahreszeit sind auch Küchenschellen, Mauerpfeffer, Berg-Gamander sowie Nelken und Thymianarten zu sehen. Weitere Farbtupfer setzen die Silberdisteln, Gefranster und Deutscher Enzian, Früh­lingsenzian und Sternaster.Der Trocken- und Halbtrockenrasen fungiert als ideale Futter­stelle für diverse Schmetterlingsarten, insbesondere die vielge­staltigen Gattungen der Bläulinge und Blutströpfchen. Heute ist der im westlichen Teil des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen liegende und an das Nördlinger Ries grenzende Hahnenkamm ein beliebtes Ferien- und Ausflugsziel mit ausgeschilderten Rad- und Wanderwegen und dem bekannten Hahnenkammsee mit vielen attraktiven Freizeitange­boten.

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Lage

Von Treuchtlingen kommend in nordwestl. Richtung auf der St 2230 nach Wettelsheim–Markt Berolzheim–Meinheim Richtung Dittenheim; ca. 2 km nach Meinheim links abbiegen auf die St 2384 zum Gelben Berg (Richtung Heidenheim). Parkmöglichkeiten für Pkw auf ausgeschildertem Parkplatz am südöstl. Fußende des Berges am Wanderweg (parallel zur Straße). Busverbindungen jeweils nach Sammenheim und Dittenheim. Von beiden Orten gut ausgeschilderte Wanderwege zum Objekt, Entfernung ca. 2,5 km.


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Info-Adresse

Gemeinde Dittenheim
Hauptstraße 37
91802 Meinheim
Tel.: 09146 94294-0
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