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Kirche Thannhausen

Kirche Thannhausen

1723 wurde der baufällige Turm aus dem Jahr 1470 zu zwei Dritteln abgetragen und erhielt sein heutiges Aussehen. Er wurde vom markgräflichen Baumeister Zocha 1725 errichtet. Die Turmfahne trägt das markgräfliche Wappen. 1865 - 1869 wurde das Kirchenschiff in neugotischem Stil durch Architekt Renner aus Gunzenhausen neu erbaut. Der Taufstein und die gotische Kanzel wurden aus der Vorgängerkirche von 1470 übernommen. 1810 wurden die Christusfigur, die von ca. 1750 stammt, sowie der Altar mit den drei Heiligenfiguren Bartholomäus, Nikolaus und Margaretha aus dem ehemaligen Klösterchen und Wallfahrtsort Heiligenblut gekauft. Die drei wertvollen Heiligenfiguren, die um 1500 geschnitzt worden waren, wurden 1892 für 100 Mark nach Mitteleschenbach verkauft. 1991 fertigte der Bildhauer Wieland Graf aus Eichstätt eine Kopie der Figur des hl. Bartolomäus, die sich seither im Kirchenschiff befindet.

Im Jahr 2017 wurde die Kirche innen renoviert und das Gebälk des Dachstuhles saniert. Vor der Kirche grüßt die Figur des Minnesängers Tannhäuser. Er gehörte, neben Walther von der Vogelweide und Wolfram von Eschenbach, zu den wenigen deutschen Dichtern des 13. Jahrhunderts, dessen Name heute noch weithin geläufig ist. Thannhausen dürfte die Heimat des Minnesängers gewesen sein.

Ein Gedenkstein vor der Kirchhofmauer erinnert an den Sieg 1977 beim Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden". Thannhausen erhielt die Goldmedaille auf Bundesebene und 2017 die Silbermedaille auf Bezirksebene. Der gemeindliche Friedhof hinter der Kirche wurde im Jahr 2016 beim Wettbewerb "Unser Friedhof - Ort der Würde, Kultur und Natur" mit der Silbermedaille auf Landesebene ausgezeichnet. die Gräber und Urnengräber haben keine Grabeinfassung. Diese Tradition ist auch auf die Friedhofserweiterung übergegangen.

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